Wissen um die verschiedenen Instrumente


Perkussionsinstrumente

Schlagzeug und Co.

Sie werden auch Schlagwerk genannt.

Hierzu zählt nicht nur das Schlagzeug, oder die Marschtrommel, sondern auch die Kesselpauke, das Glockenspiel, das Tambourin, das Xylophon und viele Teile mehr.

Alle Schlaginstrumente werden nach Noten gespielt, die ein etwas andes Aussehen als allgemein bekannt haben. Die Instrumente erfordern Konzentration und die unabhängige Bewegung von Armen und Beinen. Erzeugte Töne und Geräusche sind Effekte, die an der richtigen Stelle zur Musik passen müssen und dadurch nicht nur den Rhythmus erzeugen, sondern auch den besonderen Pfiff der Musik.


Blechblasinstrumente

Sie sind aus unterschiedlichen Blechen gefertigt und besitzen zumeist ein abnehmbares Mundstück. Der Ton wird mit dem körpereigenen Luftstrom und den Lippen erzeugt, welcher über das Mundstück in den Rohren des Instruments in Schwingung gerät und so dann hörbar tönt. Große Rohrdurchmesser, große Schwingung, tiefe Töne. Durch Veränderung der Lippen- und Rachenstellung kann die Schwingung weiter oder kürzer gestaltet werden und so erklingen dann tiefe und hohe Töne.

Tiefes Blech

Bild Blaskapelle Meeder - Tuba

Tuba, Euphonium, Bariton, Tenorhorn und Posaune.

Das tiefe Blech beginnt mit der Tuba, die es in verschiedenen Ausführungen, von klassisch über Helikon, bis hin zum Sousaphon gibt.

Der Basston gibt der Musik Rhythmus und Takt und Könner spielen darauf auch ganz ansehnliche Melodien. Man braucht viel Luft und muss die Notation im Bassschlüssel lernen.

Ermel: Ich lernte Posaune und spiele nun Tuba. Geile Typen spielen eben ein geiles Instrument.

Bild Blaskapelle Meeder - Euphonium
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Das Euphonium sieht wie eine Mini-Tuba aus. Man spielt damit Melodie- und Solostücke. Der Ton ist weich und rund und aufgrund der tiefen Töne kann man damit auch ersatzweise den Basstakt spielen. Die Notation erfolgt im Bass- oder Vionlinschlüssel. Das Euhponium ist ein Instrument mit viel Volumen und braucht deshalb auch viel Luft.

 

 

Ich lerne Bariton und hörte jemanden, der das Euphonium genial spielen konnte. Das hat mich so begeistert, dass ich mich dafür entschieden habe.

Bild Blaskapelle Meeder - Bariton

Ein Bariton ist ein Horn und ebenfalls ein Instrument für die Melodie. Man findet es mit drei oder vier Ventilen. Der Einsatzbereich ist wie beim Euphonium, der Körper hat etwas weniger Volumen. Von diesem Instrument gibt es eine gerade Bauform, eine gebogene und eine Bellfront mit Schallbecher nach vorne. Der Ton ist weich und rund und die Notation gibt es in Bass- oder Violinschlüssel.

 

 

 

Alisa: Mein Vater spielt leidenschaftlich Bariton und ich spiele es

Bild Blaskapelle Meeder - Tenorhorn

Das Tenorhorn sieht dem Bariton sehr ähnlich und ist ebenfalls ein Melodieinstrument. Es ist etwas schmaler und hat damit auch weniger Volumen. Die Tonlage wird etwas höher als beim Bariton gespielt und insgesamt ist der Ton auch nicht mehr ganz so weich, wie beim Bariton und Euphonium. In der Regel besitzt es nur drei Ventile, da die tiefen Töne des Baritons im Spiel nicht vorkommen und deshalb kein viertes Ventil benötigt wird. Viele Tenorhornisten spielen diese Stimmlage mit einem Bariton. Die Notation erfolgt im Violinschlüssel.

Klaus:  Ich spiele mit meinem Bariton die Tenorhornstimme, weil ich mittlerweile gut damit zurecht komme.

Bild Blaskapelle Meeder - Posaune

Die Posaune ist ein Rhythmus- und ein Melodieinstrument. Die Töne verändern sich auch durch das Verlängern oder Verkürzen des Zuges, wobei man dem Ton damit einen gezogenen Effekt verleihen kann. Als Sonderform gibt es die Ventilposaunen, die dann aber über keinen Zug verfügt. Die Notation erfolgt im Violin- oder Bassschlüssel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thomas: Für die Posaune habe ich mich entschieden


Hohes Blech

Bild Blaskapelle Meeder - Trompete

Trompete, Flügelhorn, Kornett und Waldhorn.

 

Die Trompete hat einen markanten Ton. Ihr Signalton ist in keinem Musikstück zu überhören, weshalb die Trompete ganz korrekt gespielt werden muss. Das kleinere Mundstück und die kleinere Bauform des hohen Blechs erforden mehr Druck vom Bläser. Die Noten sind im Violinschlüssel geschrieben. Auch von der Trompete gibt es verschiedene Unterarten und Bauformen.

 

Patrick: Mich hat die Trompete interessiert

Das Kornett ist der Trompete sehr ähnlich, hat aber durch die weitere Bauart und das etwas andere Mundstück einen weicheren Klang.

Bild Blaskapelle Meeder - Flügelhorn

Das Flügelhorn ist im Ton deutlich weicher und harmonischer als die Trompete und schließt die Lücke zwischen dem Signalhorn Trompete und dem Tenorhorn. Das Flügelhorn ist ein Melodieinstrument. Die Notation erfolgt im Violinschlüssel.

 

 

 

 

 

 

Verena: Das Flügelhorn gefällt mit besonders gut

Einen ganz eigenen Ton erzeugt das Waldhorn. Er ist unverkennbar. Eine Besonderheit ist nicht nur die Art es zu halten, sondern auch das sehr kleine Mundstück. Besonders geeignet ist das Instrument für Soloteile in einem Musikstück. Es verbindet mit seiner Eigenart die Tonlagen der Holz- mit denen der Blechbläser.


Holzblasinstrumente

Die Flöten und ihre Verwandten

Sie werden aus Holz, Kunststoff oder Metall gefertigt und besitzen Löcher, die mit den Fingern oder Klappen geöffnet oder geschlossen werden müssen. Der Ton wird durch anblasen eines hölzernen Blättchens erzeug, daher auch der Name Holzblasinstrument, welches die Atemluft in Schwingung versetzt und diese an den Instrumentenkörper weiter gibt. Die Flöten haben kein solches Holzplättchen, sondern eine Anblaskante.

Bild Blaskapelle Meeder - Flöte
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Die etwas vernachlässigten Blockflöten können sehr ansprechende Instrumente sein, mit denen gute Musik gemacht werden kann. In einer Blaskapelle finden sie meist keine Verwendung, gehören aber zur Basisausbildung.

 

 

 

Markus: Neben Klarinette und Saxophon spiele ich auch Blockflöte, weil man da zeigen kann wie fantastisch dieses Instrument ist.

Hauptsächlich bin ich aber Dirigent

Bild Blaskapelle Meeder - Klarinette

Die typischen Holzblasinstrumente sind Klarinetten, Saxophone, Quer- und Piccoloflöte, Oboe und Fagott.

 

Die Klarinette ist noch am ehesten ein typisches Holzblasinstrument, da der Korpus zumeist aus Holz besteht und auch das Rohrblatt zur Tonerzeugung hölzern ist. Einzig die Klappen sind aus Metall. Insgesamt ist die Klarinette ein quirliges und flottes Instrument, das von mittleren bis in ganz hohe Tonlagen spielen kann.

 

Lisa: Die Klarinette ist für mich

 Die Bassklarinette

sieht ein bisschen aus wie ein Saxophon, ist ungefähr doppelt so groß wie eine normale Klarinette, hat aber einen wesentlich größenren Tonumfang. In der Tiefe kommt sie wie ein Fagott und in die Höhe wie eine normale Klarinette. Der Ton ist warm und sonor. Diese Klarinette wird mit einem Dorn am Schallbecher auf den Boden gestellt.

Die etwas seltener zu findende Es-Klarinette ist keine 50 cm lang. Ihr Ton ist hoch und schrill durchdringend und ihr Einsatzgebiet zumeist bei Sinfonieorchestern zu finden. Sie gilt als schwer zu spielen und besonders problematisch scheint die Intonation, also die Feinjustierung der Tonhöhe, der Klangfarbe und das Laut und Leise.


Bild Blaskapelle Meeder - Altsaxophon

Saxophone gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie bestehen aus Metall und erzeugen den Ton über ein Holzblatt. Der Ton ist sehr variabel, weshalb man das Instrument heute in fast allen Stilrichtungen verwendet.

Das Saxophon der Solisten ist zumeist ein Altsaxophon, das in der Bauart kleinste der Vertreter. Die Tonlage ist hoch und die Klangfarbe von sanft schmeichelnd bis schreiend, deshalb ist der Ton ebenso prägnant wie von Trompete und Waldhorn.

 

 

Tanja: Ich zeige euch hier mein Alt-Saxophon.

Bild Blaskapelle Meeder - Tenorsxophn

Das TenorSax

spielt in den mittleren Tonlagen, wie die Klarinette, allerdings ist der Ton etwas rauer und heisere und daher für Jazz-Stücke optimal.

Kerstin: Das Tenor-Saxophon hat es mir angetan

Bild Blaskapelle Meeder - Baritonsaxophon

Das BaritonSax

ist ein tief klingendes Instrument und stützt die Begleitung. Im Klang kommt es einem Cello sehr nahe und darf in einem Saxophonquartet nicht fehlen. Der Klang ist warm und satt. Das Instrument wird meist mit dem Schallbecher auf ein Bänkchen gestellt.

Andrea: Das größte unter den Saxophonen ist mein Favorit.


Bild Blaskapelle Meeder - Querflöte

Die Piccoloflöte ist viel kleiner als die Querflöte und klingt daher auch höher. Der Ton wird über eine Anblaskante erzeugt. Auch ohne das Holzplättchen gehören die beiden Flöten zu den Holzblasinstrumenten. Die Querflöte ist ein bedeutendes Solo und Orchesterinstrument.

 

 

 

 

Lotta: Das ist meine Querflöte

Die Oboe gilt als eines der kompliziertest gebauten Instrumente. Sie sieht der Klarinette sehr ähnlich, hat als Mundstück jedoch ein hölzernes Doppelrohrblatt. Der Ton ist sehr prägnant.

Tiefe und sonore Töne werden durch das Fagott erzeugt. Wie die Oboe wird der Ton über ein Doppelrohrblatt erzeugt. Das Fagott ist ein sehr altes Instrument und daher wie die Oboe aus den klassischen Orchestern nicht wegzudenken.



Kleines musikalisches und orchestrales Grundwissen

Der Verein

Musikgruppen organisieren sich oft in einem Verein, da dort Aufgaben und Verantwortung nach der Mehrheitsentscheidung verteilt werden.

Ein Verein hat eine Vorstandschaft und aktive und passive Mitglieder. Meist wird ein kleiner Vereinsbeitrag erhoben, damit sich der Verein finanzieren kann.

Der Dirigent

Je nach dem Können und der Ausrichtung der Kapelle, sowie nach dem Ereignis sucht er die passenden Musikstücke aus. Er übt mit der Kapelle die Musikstücke ein und erklärt den Registern auf welche Dinge sie achten müssen.

Die Stücke werden von ihm dirigiert und damit gibt er den Beginn, das Ende und die Geschwindigkeit vor. Mit verschiedenen Zeichen hilft er den Musikern ihren Einsatz oder die Intonation (lauter oder leiser) zu finden, da er vorne das Zusammenwirken der Instrumente am besten hört. Ein Dirigent braucht ein sehr umfangreiches musikalisches Wissen und Verständnis, ein gutes Gehör und Rhytmusgefühl.

Die Register

Die Zusammenfassung in Instrumentengruppen, meist Hohes Blech, Tiefes Blech, Holzbläser und Percussion, nennt man die einzelnen Register. Oft gibt es für jedes Register einen Registerführer, der die Musiker in die Stimmlagen einteilt z.B. 1. Posaune, 2. Posaune und 3. Posaune, was nichts anderes bedeutet wie 1., 2. und 3. Stimme. Wenn es neben der Tuttiprobe (Probe mit allen Musikern) auch Registerproben gibt, dann führt der Registerführer diese Proben für sein Register durch.

Der Notenwart

Was viele Leute nicht wissen ist, dass sowohl die Notensätze gekauft werden müssen und wenn sie dann gespielt werden, zusätzlich die Gebühren an die GEMA zu bezahlen sind. Diese Kosten sind für eine Kapelle nicht unerheblich.

Der Notenwart besorgt die Noten, bewahrt sie auf und verteilt sie an die Musiker. Werden die Noten nicht mehr gebraucht, sammelt er sie wieder ein und bewahrt sie auf.

Die Musiker

Ohne eine ausreichende Anzahl an Musikern insgesamt, oder in den Registern ist eine Kapelle nicht spielfähig. Je mehr Musiker, desto voluminöser der Klang, aber desto exakter muss auch gespielt werden, damit die Feinheiten der Stücke nicht verloren gehen.

Die Musiker besuchen die Proben und üben auch zu Hause die Stücke ein. Je mehr man übt, desto besser beherrscht man sein Instrument. Viele Musiker können mehrere Instrumente spielen und meist lieben sie die Besonderheiten ihres Instruments.